Lobbying in der Forschung

Insbesondere die Entwicklung der top-down definierten Forschungsthemen erfolgt im forschungs-, wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Kontext.
Die Themen werden nach dem Beschluss zum "Research Framework Programme" (Forschungsrahmenprogramm)
- zuerst durch die "Specific Programmes" (Spezifischen Programme) umschrieben [ein Mal je Rahmenprogramm],
- anschliessend in den "Work Programmes" (Arbeitsprogrammen) ausführlicher definiert [jährlich]
- und später in den "Calls" (Ausschreibungen) genau festgelegt.

Die Entwicklung der jährlich publizierten "Work Programmes" erfolgt über Foresight Studies, Reflection Papers (with future policy options) und den besser bekannten "Draft Work Programmes".


Die wichtigsten Mitwirkungsmöglichkeiten in diesem Zusammenhang sind (vgl. Literaturhinweis in der rechten Spalte):

- Mitarbeit in Expertengruppen, Workshops und Konferenzen. Kontakt und Austausch mit Koordinatoren (..., FP6, FP7). Zu beachten ist, dass die entscheidende Konsultationsphase für die Work Programmes des Jahres 2010 bereits im Herbst 2008 beginnen!

- Mitteilungen an die Mitglieder in den Thematic Programme Committees: "Proposition for new topics" können der jeweils zuständigen RepräsentantIn des SBF (Staatssekretariat für Bildung und Forschung) eingereicht werden. Bitte nehmen Sie wenn möglich zuerst mit unserem Regional Office Kontakt auf oder mit unseren National Contact Points.

- die Consultations der Europäischen Kommission (all, research): hier sehen Sie, welche Konsultationen stattfinden, welche erfolgt sind sowie deren Ergebnisse. Hier können Sie Ihre Anregungen und Vorschläge direkt einbringen - die Wirkung ist jedoch nicht zu überschätzen. 

 

Lobbying allgemein

Lobbying wird definiert als „alle Tätigkeiten, mit denen auf die Politikgestaltung und den Entscheidungsprozess der europäischen Organe und Einrichtungen Einfluss genommen werden soll“.

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments betonen, dass diese Interessenvertreter eine bedeutende Rolle "im offenen und pluralistischen Dialog" spielen und eine "wichtige Informationsquelle" darstellten. [mehr]
 
Zu den Lobbyisten zählen insbesondere:

professionelle Lobbyisten und interne Unternehmenslobbyisten,
nichtstaatliche Organisationen (NGOs) und Denkfabriken,
Berufsverbände, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände,
gemeinnützige und nicht gemeinnützige Organisationen.